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Unsere Route durch Frankreich nach Spanien

Unsere erste Tour nach Spanien steht bevor. Wir möchten Freunde in Benissa, einem kleinen Ort bei Calpe an der Costa Blanca, in deren Ferienhaus besuchen und selbstverständlich möchten wir die Gelegenheit nutzen, und den Weg dorthin in mehreren Etappen mit dem Wohnmobil genießen.

 

Wir planen eine Woche für die Hinfahrt, werden dann einige Tage in der Finca sein und anschließend - etwas schneller, da das Ferienende dann naht - die Rückreise antreten. 

 

Insgesamt liegen gute 1.800 km vor uns und wir sind richtig aufgeregt, da wir nun das erste Mal nach Frankreich und Spanien fahren werden. Und das ohne jegliche Sprachkenntnisse, dafür mit vielen schrecklichen Geschichten von Überfällen und Einbrüchen ins Wohnmobil.

 

Hinzu kommt, dass die Autobahnen in Frankreich und in Spanien mautpflichtig sind und bei Befahrung derselben entsprechend hohe Kosten anfallen. Eine genaue Auskunft über die exakte Höhe der Maut haben wir im Internet keine gefunden. Nun hat man natürlich die Möglichkeit, die Autobahnen mautfrei zu umfahren und die Landstraße zu nehmen und der versierte Wohnmobilist sucht sich vor Reiseantritt eine entsprechende Route raus. Wir natürlich nicht.

 

Da wir wie immer knapp in der Zeit sind, schauen wir uns zwar einige Videos an und schaffen es auch, einige Blogs mit entsprechenden Tipps zu lesen, eine genaue Routenplanung entfällt aber bei uns - zum Einen aus Zeitmangel, zum Anderen, da wir uns gerne treiben lassen möchten und dann lieber vor Ort erst entscheiden, wie wir fahren und welche Strecke wir nehmen möchten.

 

Ganz unvorbereitet gehen wir aber nun auch wieder nicht auf die Reise: wir haben jeweils eine entsprechende Straßenkarte von Frankreich* und von Spanien* gekauft und machen uns guter Dinge vollgepackt am Samstag Mittag auf den Weg, um unseren ersten Stellplatz (noch vor der französischen Grenze) anzufahren, um von dort dann in unser Spanienabenteuer zu starten.


Wohnmobilstellplatz Emmendingen

Der Stellplatz bietet Platz für bis zu 30 Mobile und ist am Ortsrand von Emmendingen an der A 5 gelegen. Er ist zwar einfach gehalten, aber als reiner Übernachtungsplatz absolut ausreichend. Mit Hunden kann man gleich im angrenzenden Feld spazieren gehen. Auf der anderen Seite des Stellplatzes befinden sich Sportanlagen und das Freibad. Der Stellplatz ist kostenfrei, Strom ist nicht vorhanden, aber eine Ent- und Versorgungsstation (Holiday Clean). Die maximale Übernachtungsdauer beträgt 3 Nächte. Da der Platz gerne genutzt wird, empfiehlt es sich, so früh wie möglich vor Ort zu sein, da Ihr ansonsten vielleicht keinen freien Platz mehr bekommt. Als wir dort waren, haben daher einige Wohnmobile auch auf dem angrenzenden Pkw-Parkplatz übernachtet.

 

 

Am Sportfeld 11

79312 Emmendingen

 

GPS: 48° 7′ 5″ N, 7° 50′ 28″ E



Am nächsten Morgen geht es dann tatsächlich los. Wir fahren in Freiburg auf die A 5 Richtung französischer Grenze und nehmen den Grenzübergang Mulhouse. Die Autobahn wird zur A 36 und wir beschließen, bis Besancon auf der Autobahn zu bleiben, um dann auf die Landstraße zu wechseln.

 

Wir müssen einige Kilometer fahren und steuern dann schon die erste Mautstation an. Es wird im Übrigen rechtzeitig darauf hingewiesen, dass die Autobahn demnächst gebührenpflichtig wird, um wir haben ausreichend Möglichkeiten, abzufahren und die kostenfreie Umfahrung über die Landstraße zu nehmen. Aber wir sind neugierig und bleiben auf der A 36 - zumal die Maut bis Besancon nicht so hoch sein soll, die Umfahrung dafür aber nicht so gut ausgebaut.

 

An der ersten Mautstation, die wir nun anfahren, muß direkt bezahlt werden, und so werden die ersten 4,40 Euro fällig, die wir mit der Visakarte zahlen können. Bitte achtet bei Eurer Fahrt darauf, dass Ihr eine Kreditkarte mit Euch führt - EC-Karten werden an den Mautstellen nicht akzeptiert und Kleingeld geht auch nicht immer.

 

Grundsätzlich sind die Mautstationen übrigens nicht mehr mit Personal besetzt und es läuft alles vollautomatisch ab. Sollte es zu Problemen kommen, ist in der Regel ein Serviceknopf an den Ticketautomaten zu finden und man bekommt dann schnell Hilfe.

 

Unser Wohnmobil wird sofort in Kategorie 2 (Wohnmobile und Gespanne) eingestuft - hier gibt es also auch keine Probleme bei uns und wir können weiterfahren. Manchmal kann es wohl zu einer falschen Einstufung in die entsprechende Kategorie kommen und das Wohnmobil wird aufgrund seiner Höhe oder Länge als Lkw berechnet. Auch dann hilft ein Gespräch über den Serviceknopf am Automaten.

 

Weiter fahren wir also bis nach Besancon. Wir müssen eine zweite Mautstation passieren - hier aber lediglich ein Ticket ziehen, welches nach Verlassen der Autobahn an der Abfahrt dann bezahlt werden muss. Wir nehmen Ausfahrt 4 und zahlen nochmals 11,60 Euro.

 

Da wir beschlossen haben, von Besancon bis nach Lyon die Landstraße zu nutzen und die Umfahrung über die N 83 zu nehmen, haben wir unser Navi inzwischen umgestellt auf mautfreie Straßen, und schauen aber weiterhin auch in unsere Straßenkarte.

 

So sind wir im Übrigen immer gut ans Ziel gekommen. Wir suchen uns unseren nächsten Streckenabschnitt auf der Karte raus und stellen das Navi dann jeweils um auf "mautfrei" oder "mautpflichtige" Strecken. Zusätzlich verfolgen wir die Strecke weiterhin auf der Karte und alles klappt reibungslos. Wenn man das Navi von vornherein auf mautfrei stellt, kann es zu stunden- und kilometerlangen Umfahrungen kommen, und die eingesparte Maut steckt man dann in die nächste Tankfüllung. Es ist aber auch reine Geschmackssache und Reisegewohnheit und selbstverständlich eine Frage der Zeit, die man hat, um bis ans nächste Ziel zu kommen und so muss jeder seine beste Routenplanung und Streckenführung für sich finden.

 

Wir sind nun nach einer problemlosen Umfahrung von Besancon auf der N 83 angekommen und steuern auf Lyon zu. Nach einer Mittagspause auf dem Parkplatz vom Vogelpark in Villars les Dombes kurz vor Lyon geht es für uns anschließend auf die kostenfreie Stadtautobahn und dann auf die wieder mautpflichtige A 7.

 

Die Stadtautobahnen - sowohl in Frankreich als auch in Spanien - sind immer kostenfrei. Man bezahlt kurz vor der jeweiligen Stadt sein schon gezogenes Ticket, kann die entsprechenden Stadtautobahnen kostenfrei nutzen, und wenn man auf der anderen Seite angekommen ist, zieht man ein neues Ticket und fährt weiter. Daher ist der Verkehr um die Städte herum auf den Autobahnen nochmal deutlich stärker als im Umland, wenn man teilweise ganz alleine auf der Autobahn unterwegs ist.

 

Wir fahren nun auf der A 7, die den wunderschönen Namen autoroute du soleil trägt, bis zur Ausfahrt 19 und zahlen nochmal 22,80 Euro Maut. Von der Ausfahrt fahren wir über die Landstraße nach Bagnols-sur-Cèze und von dort aus auf den Stellplatz nach Chusclan, den wir uns als zweiten Übernachtungsplatz ausgesucht haben.


1. Etappe: Emmendingen - Chusclan

  • ab Emmendingen / Freiburg auf die A 5 Richtung Grenze Frankreich
  • A 5 → A 36 über Mulhouse, Belfort, Montbeliard bis Ausfahrt 4 Besancon
  • über Stadtumfahrung Besancon Richtung Beure auf die N 83 Richtung Lons-le-Saunier, Bourg-en-Bresse und Lyon
  • in Lyon wieder auf die Stadtautobahn → wird zur A 7 Richtung Vienne / Valence / Montelimar bis
  • Abfahrt 19 Bollène
  • über die N 994 Richtung Bagnols-sur-Cèze und dort auf die N 580 Richtung Chusclan

610 Kilometer

insgesamt 38,80 Euro Maut


Wohnmobilstellplatz in Chusclan

Es handelt sich hier um einen großen geschotterten Platz, der Teil einer Winzergenossenschaft ist. Der Stellplatz ist ideal als Übernachtungsplatz geeignet, man kann ihn schnell von der Autobahn aus erreichen, er ist inmitten von Weinbergen ruhig gelegen und man kann zwischen den Weinstöcken wunderbar spazieren gehen und, wenn man möchte, bei der Winzergenossenschaft auch Wein kaufen.

 

Einige der Plätze sind parzelliert, ansonsten stellt man sich einfach dorthin, wo es einem am besten gefällt. Es ist kein Problem, wenn man spät am Abend ankommt - hier findet man immer ein freies Plätzchen, auch, wenn der Platz sich gegen Abend füllt.

 

Der Stellplatz ist kostenfrei, ebenso die Entsorgung und das Frischwasser. Strom gibt es keinen, Hunde sind erlaubt.

 

Chemin des Gaches 5

30200 Chusclan

 

GPS: N 44°8'44" E 4°40'38"



Von hier aus geht es nun nach einer Übernachtung weiter Richtung Süden und wir fahren über die N 580 wieder auf die Autobahn A 9 und nehmen Auffahrt 22. Obwohl wir heute bis nach Spanien fahren möchten, machen wir noch einen Abstecher zum Pont du Gard. Ein Hinweisschild auf der Autobahn macht uns darauf aufmerksam, und so nehmen wir schon die nächste Abfahrt wieder und erreichen nach wenigen Kilometern eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs.

Pont du Gard

Es handelt sich beim Pont du Gard um ein römisches Aquädukt mit einer Höhe von 49 m und einer Gesamtlänge von 275 m. Er beinhaltet einen der am besten erhalteten Wasserkanäle aus der Römerzeit in Frankreich und zählt zu den wichtigsten erhalten gebliebenen Brückenbauwerken aus der antiken römischen Welt.

Seit 1985 ist der Pont du Gard als Unesco Weltkulturerbe gelistet.

Man hat die Möglichkeit, den Pont du Gard über die links- oder die rechtsseitige Flußseite anzufahren. Wir haben uns für die linke Seite entschieden. Es gibt einen großen Parkplatz und nach Schrankendurchfahrt hat man freie Platzwahl. Nun lauft Ihr wenige Meter und erreicht den Eingangsbereich. Ihr habt die Möglichkeit, nach Ticketkauf einfach durch den Park zu spazieren und die Brücke zu besichtigen - außerdem gibt es aber auch ein Museum und ein Informationszentrum, dass über die Geschichte der Brücke berichtet. Hunde dürfen daran aber nicht teilnehmen - daher haben wir uns lediglich für den Spaziergang zur Brücke entschieden. Ihr könnt im übrigen auch über die Brücke auf die andere Flußseite spazieren - es gibt ein Bistro und ein Restaurant, Ihr könnt im Fluß baden oder in die Grotte gehen - eigentlich kann man sich hier den ganzen Tag aufhalten.

 

Wir haben 23,-- Euro für den Eintritt bezahlt (2 Erwachsene á 8,50 Euro und ein Kind á 6,-- Euro). Parken ist inklusive.

 

Pont du Gard

400 Route du Pont du Gard

30210 Vers-Pont-du-Gard

http://www.pontdugard.fr/de


Nachdem wir unseren Spaziergang beendet haben, starten wir also wieder in Richtung Autobahn und nehmen die Auffahrt 23 auf die A 9. Hier bleiben wir , bis wir Narbonne erreicht haben und wechseln dann auf die Landstraße N 6009 bis Perpignan, um dann wieder zurück auf die A 9 zu fahren.

 

Die spanische Grenze liegt nun unmittelbar vor uns und wir haben einigen Blogs entnehmen können, dass es ratsam sei, die Grenze nach Spanien an dieser Stelle über die Autobahn zu passieren, anstatt die Landstraße mit zahlreichen Serpentinen durch die Berge zu nehmen. Also halten wir uns an diese Empfehlung und erreichen vor der Grenze auf der französischen Seite die letzte Mautstation und zahlen dort unser letztes Ticket. Anschließend passieren wir die Grenze, fahren einige Kilometer weiter und erreichen dann die erste spanische Mautstation, an der es aber identisch läuft. Wir nehmen unser Ticket entgegen und fahren bis zur Abfahrt 3 um von dort aus dann auf die N II zu wechseln.

 

Unseren Stellplatz für die Nacht haben wir uns in Palamós rausgesucht. Bis dorthin kommen wir problemlos über die Landstraße mit Hilfe von Navi und Karte und Straßenschildern und erreichen am frühen Abend unser Ziel.


2. Etappe: Chusclan - Palamós

  • von Chusclan auf die N 580 zur A 9, Auffahrt 22, Richtung Nimes
  • ggfls. Abfahrt 23 nehmen, Remoulins, zum Pont du Gard und anschließend hier wieder auffahren
  • weiter auf der A 9 bis Narbonne Süd, Abfahrt 38, und auf die N 6009 wechseln
  • auf N 6009 parallel zur Autobahn fahren bis Perpignan Nord, Auffahrt 41
  • auf A 9 bis zur spanischen Grenze
  • A 9 wird zur AP 7
  • bis Abfahrt 3, Wechsel auf N II → C 31 nach Palamós

insgesamt 388 km

28,50 Euro Maut auf französischer Seite

2,35 Euro Maut in Spanien

gesamt 30,85 Euro Maut


Autocaravaning Palamós

Wir sind an der Costa Brava angekommen. 96 Plätze für Wohnmobile gibt es hier, teilweise mit Meerblick. Der Platz ist terrassenförmig angelegt und wir haben Glück und stehen auf der 4. Plattform und können immer über die anderen Mobile hinweg bis zum Mittelmeer schauen. Es ist absolut ruhig hier, die Sonne scheint vom strahlendblauen Himmel und unser Nachbar erzählt uns, dass er ursprünglich nur zwei Nächte bleiben wollte, jetzt aber schon über eine Woche hier steht. Wir können es verstehen und beschließen, zwei Nächte zu bleiben, ehe wir weiterfahren. 

 

Die Dame an der Rezeption versteht kein Englisch und kein Deutsch und wir verständigen uns mit Händen und Füßen - aber es klappt.

 

Auf dem Platz gibt es alles, was das Camperherz benötigt und alles ist in einem sehr guten, neuwertigen Zustand.  Strom ist direkt am Platz, Duschen und Toiletten sind vorhanden, Hunde sind erlaubt. Ver- und Entsorgung ist - genauso wie Strom - im Preis inbegriffen. Der Platz ist kameraüberwacht.

 

Der Platz ist verständlicherweise sehr begehrt und Ihr solltet unbedingt anrufen und Euch einen Platz reservieren lassen, wenn Ihr hierher kommen möchtet.

 

Die Nacht kostet hier 12,-- Euro (im Juli und im August 17,-- Euro).

 

Einkaufsmöglichkeiten befinden sich 500 m entfernt, der Strand ebenfalls und die Altstadt von Palamós und die Hafenpromenade befinden sich auf der anderen Seite vom Stellplatz - ebenfalls 15 Minuten zu Fuß entfernt.

Dienstags ist übrigens Wochenmarkt in Palamós - den solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen.

 

 

Die Zufahrt liegt am Kreisverkehr Ronda Vial Est,

Paraje la Coma

http://www.autocaravaningpalamos.com/

 

GPS: 41º51'22"N, 3º08'08"E



Nachdem wir nun also zwei Tage in Palamós stehen, den Markt besuchen, uns die Altstadt anschauen und die Sonne genießen, fahren wir weiter Richtung Süden. Bis nach Benissa liegen immerhin noch gute 580 km vor uns und wir möchten am Samstag da sein.

 

Wir werden heute Barcelona erreichen und umfahren - um in die Stadtmitte zu fahren und uns Barcelona anzuschauen, fühlen wir uns doch noch zu unerfahren und die Tage, die wir für diese schöne Stadt Zeit hätten, wären ohnehin zu wenig.

 

Was wir aber machen möchten: wir möchten Freixenet besuchen. In der Werbung sieht es dort immer so schön aus, wunderschön romantisch und einsam inmitten von Weinstöcken gelegen und das möchten wir uns nicht entgehen lassen. In unserer Vorstellung gibt es dort nichts als dieses Haus in den Weinbergen mit einem angrenzenden Garten  - vielleicht noch einen großen Besucherparkplatz vornedran, auf dem die Busse und die Wohnmobile parken können und auf dem wir - idealerweise - auch noch eine Nacht stehen bleiben können.  Aber weit gefehlt.

 

Von Palamós aus geht es zunächst über die C 31 / C 65 / C 35 bis wir wieder die AP 7 erreichen und die Barcelona-Umfahrung ansteuern. Freixenet liegt direkt an der Autobahn in Sant Sadurni d'Anoia und es bedeutet keinen Umweg, wenn wir dort rausfahren. Allerdings ist von Einsamkeit dort rein gar nichts zu spüren. Das Gebäude ist schon von der Autobahn aus zu sehen und wir müssen tatsächlich auch nur die Ausfahrt runter, einmal durch den Kreisel und schon sind wir da. Zusammen mit zahlreichen Lkw, auf der einen Seite erst die Bahngleise und auch direkt der Bahnhof und daran anschließend die Autobahn. Rege Betriebsamkeit empfängt uns und ein netter Pförtner kommt auch gleich auf uns zu und versucht, uns noch einen freien Platz in der Kellereibesichtigung zu organisieren - aber ohne Voranmeldung geht nichts. Wir sind dann auch nicht böse drum - wir möchten ja eigentlich nur das Haus anschauen und mit einem Glas Sekt durch den nicht vorhandenen einsam gelegenen Garten spazieren.

So fotografieren wir aber wenigstens Günther vor den Toren und machen uns dann auf die Weiterfahrt.

Wenn wir jetzt Freixenetwerbung im Fernsehen sehen, können wir uns aber ein großes Schmunzeln nicht verkneifen.

Zurück geht es also auf die AP 7 bis wir Cambrills erreichen. Wir haben uns den Camper Park Playa y Fiesta als nächste Station rausgesucht - allerdings ist uns kurz vor Ankunft noch nicht ganz klar, ob Hunde dort erlaubt sind, da wir im Internet und in diversen Stellplatz Apps widersprüchliche Angaben dazu finden.

Also für alle, die mit Hund unterwegs sind: sie sind erlaubt.


3. Etappe: Palamós - Mont Roig

  • von Palamós über die C 31 / C65 / C 35 auf die AP 7
  • auf die Stadtautobahn Barcelona (E 15 / AP 7)
  • wenn Ihr zu Freixenet möchtet, nehmt Ihr Ausfahrt 27  Sant Sadurni d'Anoia (am besten aber vorab im Internet eine Kellereibesichtigung buchen - Achtung: Hunde dürfen nicht mitkommen)
  • weiter über die AP 7 bis Abfahrt 37 Cambrills
  • Wechsel auf die N 340 und hier bleiben bis auf der linken Seite die Zufahrt zum Camperpark Playa y Fiesta kommt. Die Zufahrt ist schmal und etwas steil und führt über die Bahnschienen - lasst Euch nicht abschrecken, Ihr seit hier richtig. Aber fahrt ein bißchen langsam - es ist schmal....

Insgesamt 229,6 km Fahrstrecke

14,40 Euro Maut


Camperpark Playa y Fiesta

Wir lassen uns auch nicht abschrecken und nachdem wir nun zwei Mal um die Ecke gefahren sind, kommt auch die Empfangsschranke vom Campingplatz. Die Rezeption befindet sich direkt daneben und ein Schild weist uns daraufhin, dass wir uns außerhalb der Rezeptionszeiten befinden, uns bitte einen freien Platz suchen möchten und zu den Öffnungszeiten ab 16 Uhr wiederkommen mögen um uns dann anzumelden. Also machen wir das. Wir fahren durch die Schranke (einfach Knopf drücken und Ticket ziehen) und werden auch gleich durch ein Hinweisschild darauf hingewiesen, wo wir langzufahren haben. Es kann also nichts schief gehen und wir finden tatsächlich zahlreiche freie Plätze auf sandigem Untergrund und haben die freie Platzwahl.

 

Wir nehmen zunächst einen Platz, der uns gut erscheint und ein klein bißchen weiter weg vom Meer liegt, steigen aus und gehen den Weg aber nochmal zu Fuß weiter Richtung Strand und Meer und stellen dann fest, dass dort doch tatsächlich ein Platz in erster Reihe frei ist. Also schnell Günther holen und umparken und es ist unfassbar: wir stehen direkt am Mittelmeer.

Aber wir können ganz klar sagen: hätten wir nicht diesen Platz in der ersten Reihe bekommen, wären wir nach einer Nacht wieder abgefahren. So sind wir zwei Nächte geblieben.

 

Der Camper Park ist doch schon etwas in die Jahre gekommen und wenn man die Duschen und Toiletten im Fahrzeug nicht benutzt, sondern die Vorhandenen des Campingplatzes - na ja.

 

Ebenso ist es mit der Ver- und Entsorgungsstation - auch beides schon ein bißchen älter und alles in allem könnte einiges mal überholt werden.

 

Ansonsten kann man hier gut stehen. Strom und Wasseranschluß sind an jedem Platz vorhanden, Ihr könnt natürlich im Meer baden gehen oder einfach nur spazieren.

 

Der Camperpark als solcher hat 120 Plätze, ansonsten sind viele spanische Dauercamper hier. Wir zahlen für die zwei Nächte 27,-- Euro, inklusive Strom, Ver- und Entsorgung und Clara. Allerdings sind wir jetzt im Oktober hier, also in der Nebensaison, und in der Hauptsaison ist der Platz wohl sehr viel teurer und dann würden wir ihn nicht anfahren. 

 

Was aber besonders erwähnenswert ist: wenn Ihr am Strand in die linke Richtung lauft, kommt Ihr zwangsläufig zu einem Restaurant: Mesón Bahia (ist auch ausgeschildert). Hier solltet Ihr unbedingt einkehren und die Küche genießen. Es ist so unfassbar lecker - alleine deshalb müsst Ihr unbedingt hierher fahren.

 

Camper Park Playa y Fiesta

(ehemals Las Moreras)

Carretera Nacional 340 km 1138
43892 Mont-Roig del Camp

http://www.campingplayayfiesta.com/

GPS: 41° 2′ 42″ N, 0° 59′ 38″ E



Und weiter geht's zu unserer nächsten Etappe. Inzwischen ist es Freitag morgen und wir möchten heute bis nach Calpe fahren, da wir ja morgen schon im benachbarten Benissa verabredet sind. Also halten wir uns gar nicht lange auf und fahren nach einem Einkauf in unserem neuen Lieblingssupermarkt Mercadona direkt auf die AP 7 um die letzten Kilometer hinter uns bringen.

4. Etappe: Mont Roig - Calpe

  • über die N 340 bis zur nächsten Auffahrt (38) auf die AP 7
  • an Valencia vorbei bis zur Abfahrt 63 Benissa / Calpe
  • rechts Richtung Benissa / Calpe bis zum Ortseingang von Benissa
  • im Kreisel die dritte Ausfahrt nehmen (ist nicht ausgeschildert) auf die CV 745
  • der Straße folgen und nicht erschrecken - viele Serpentinen und bis zum Meer, etwa 10 km, hier bleiben
  • rechts nach Calpe weiterfahren auf die CV 746
  • auf der CV 746 bleiben bis Ihr in Calpe seid und auf der rechten Seite den Mercadona seht
  • in diesem Kreisverkehr fahrt Ihr gleich die erste rechts raus, am Mercadona vorbei und zum nächsten Kreisverkehr
  • hier fahrt Ihr gradeaus drüber und seht dann auf der linken Seite den Mediterraneo Camper Park

insgesamt 362 km Fahrstrecke

33,65 Euro Maut


Mediterraneo Camper Area Calpe

Wir stellen uns in Calpe auf den Mediterraneo Camper Park und bekommen mit Glück den letzten Platz dort. Auch hier muss man einfach reinfahren, sucht sich - wenn die Rezeption grade geschlossen hat - ein Plätzchen aus und meldet sich später an.

 

Der Platz liegt mitten in der Stadt und ist immer gut besucht. Also am besten reserviert Ihr Euch auch hier einen Platz, wenn Ihr Calpe ansteuern möchtet. Auf dem Camper Park arbeitet Christian, und er spricht fließend deutsch.

 

Es gibt hier 75 Plätze auf Schotter und es ist von Duschen, Toiletten und Waschmaschine bis hin zu Strom und Wasser direkt am Platz alles vorhanden und in einwandfreiem Zustand.

 

Es gibt Plätze in unterschiedlichen Größen, so dass Ihr auch mit großem Wohnmobil anreisen könnt und ausreichend Platz findet.

 

Die Preise sind gestaffelt, je nach Größe des Platzes, den Ihr bekommt, und je nach Aufenthaltsdauer und Personenanzahl. Wir haben 15,-- Euro für eine Nacht bezahlt, hatten aber auch einen großen Platz in der orangenen Kategorie.

 

Der Platz ist ringsum eingezäunt und wird abends verschlossen. Wenn Ihr nach 20.00 Uhr aus der Stadt zurück kommt, könnt Ihr den Platz über einen Zugangscode betreten, den Ihr bei Anmeldung genannt bekommt.

 

Einkaufsmöglichkeiten befinden sich direkt um die Ecke (Mercadona, Aldi, Lidl) und die Strandpromenade und Altstadt sind gut erreichbar - am besten aber mit dem Fahrrad, zu Fuß ist es ein ganz schönes Stück zu laufen.

 

Das Highlight ist der Hausfelsen, der die Strandpromenade in zwei Hälften teilt, der Penon de Ifach. Auch er ist gut erreichbar und kann kostenfrei bestiegen werden. Bitte nehmt Euch hierfür ausreichend Trinken mit und zieht feste Schuhe an. Bis zum Tunnel ist es kein Problem - danach wird es deutlich gefährlicher.

 

Mediterraneo Camper Area Calpe

Avenida Jaime I el Conquistador 2
03710 Calpe

 

GPS: N 38,651068, E 0,070634

http://mediterraneocamper.com/de/


Uns erreichte am Tag unserer Ankunft in Calpe leider die Nachricht eines Todesfalls aus unserem Familienkreis. Aus diesem Grund gibt es keine Bilder vom Stellplatz. Dafür haben wir Euch aber einige Bilder aus Calpe hier beigefügt, die wir später noch gemacht haben.



Nachdem wir also eine Nacht auf der Mediterraneo Camper Area gestanden haben, sind wir am nächsten Tag nach Benissa in die Finca "La Campanita" gefahren, und haben dort einige Tage verbracht. Da es hier nur um unsere Route nach und durch Spanien geht, werden wir die Finca und unsere Ausflüge an der Costa Blanca in weiteren Blogposts vorstellen.


5. Etappe: Benissa - Chusclan

Wir verbringen einen Tag länger als ursprünglich geplant in Benissa und aus diesem Grund müssen wir den Rückweg in zwei Etappen schaffen und fahren daher die gesamte Strecke auf der Autobahn.

 

  • Benissa - CV 746 - CV 745 - AP 7 Richtung Valencia / Barcelona / Girona bis zur Grenze
  • AP 7 → A 9 in Frankreich bis Abfahrt 22
  • auf N 580 bis Chusclan
  • da wir auf der Hinfahrt gute Erfahrungen hier gemacht haben und jetzt wussten, wo wir ankommen und dass wir auf jeden Fall noch einen freien Platz bekommen, haben wir uns als Übernachtungsplatz wieder den Stellplatz in Chusclan ausgesucht

908 km Fahrstrecke

59,20 Euro Maut in Spanien

38,70 Euro in Frankreich


6. Etappe: Chusclan - Runkel

  • von Chusclan auf die N 580 Richtung Bagnols-sur-Cèze Richtung A 9 Richtung Valence / Lyon
  • in Lyon nehmen wir die Ostumfahrung über die A 46, wechseln dann auf die A 42 Richtung Bourg-en-Bresse
  • Wechsel auf A 39 Richtung Dijon bis Abfahrt 7 Poligny
  • auf A 391 → N 83 bis Besancon
  • in Besancon auf A 36 bis zur französchen Grenze
  • auf A 5 / A 67 / A 3 bis Limburg / Runkel

59,10 Euro Maut

943 km Fahrstrecke


Maut Hinreise:

Frankreich: 67,30 Euro

Spanien: 50,40 Euro

Gesamt: 117,70 Euro

 

Maut Rückreise:

Spanien: 59,20 Euro

Frankreich: 97,80 Euro

Gesamt: 157,-- Euro

 

Maut gesamt:

Frankreich: 165,10 Euro

Spanien: 109,60 Euro

Gesamt: 274,70 Euro


Insgesamt können wir nach unserer Rückkehr nur Positives berichten. Wir sind überall hervorragend klar gekommen - auch ohne Sprachkenntnisse - und wir werden auf jeden Fall wieder nach Frankreich und auch nach Spanien fahren. Es gibt so vieles zu entdecken und zu sehen und die Fahrt lohnt sich auf jeden Fall.

 

Und auch, wenn man die Route nicht haarklein vorbereitet, kommt man heutzutage mit dem Internet, dem Bordatlas, diversen Stellplatz Apps und gesundem Menschenverstand sehr gut klar.

 

Ob man nun Landstraße oder lieber Autobahn fahren möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wie oben schon geschrieben, ist das von mehreren Faktoren und vor allem vom eigenen Reiseverhalten abhängig.

 

Wir werden Euch in weiteren Blogposts noch von unseren weiteren Ausflügen berichten, und, was für Tipps wir Euch auf jeden Fall mitgeben können und möchten.

 

Für heute hoffen wir, hat es Euch hier auf unserer Route gefallen. Vielen Dank für's Begleiten und bis zum nächsten Mal, Eure Leni & Euer Toni. 

 

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