Aber ehe es soweit ist, müssen wir einige neue Herausforderungen meistern, die im Packen unseres Reisegepäcks bestehen. Für unsere zweite Testfahrt haben wir uns ein ganz bestimmtes Wohnmobil ausgedeutet - den Chausson 610 - und da es ihn nicht in unserer unmittelbarer Umgebung zu mieten gibt, müssen wir bei unserer jetzigen Reise etwas anders packen und umdenken.

 

Während wir ja bei unserer vorherigen Reise das Wohnmobil bei uns zu Hause eingeräumt haben, packen wir jetzt unser ganzes Gepäck und alle Reiseutensilien in unseren VW Bus, um dann gute 300 km Richtung Norden nach Bramsche zu fahren. Da der Chausson - auch anders als der Hymer - nicht bereits mit allem ausgestattet ist, müssen wir dieses Mal auch an Töpfe und Teller, Besteck, Campingmöbel und sämtliches Campingzubehör denken. Dafür waren wir bereits einkaufen und haben auch einiges von unserem Freund geschenkt bekommen, was er nicht mehr benötigt.


Schweißgebadet geht es also los in Richtung Bramsche um in unser neues Wohnmobilabenteuer zu starten und wir sind so schnell angekommen, dass der Händler sogar noch Mittagspause hat und wir die Gelegenheit nutzen können, über den Platz zu spazieren und schon nach unserem 610er Ausschau zu halten.

 

Wir finden ihn auch recht schnell, denn es ist der einzige angemeldete 610er, aber er hat keine Fahrradträger montiert - was uns wiederum vor erneute Einpack-Problematiken stellt. Denn so, wie wir das eigentlich geplant haben, klappt es nicht.

 

Der ursprüngliche Plan, einfach alles schnell in die Garage zu räumen, um dann schnell Richtung Nordseeküste loszufahren und möglichst frühzeitig dort anzukommen, wird also verworfen und wir räumen erstmal alles aus dem VW Bus raus um es dann möglichst sinnvoll und fahrsicher im Chausson wieder zu verstauen.

 

Während Leni versucht, eine schnelle und erste Ordnung ins Wohnmobil zu bekommen, plagt Toni sich nunmehr damit ab, drei Fahrräder in der Garage unterzubekommen. Denn hier hat sich der Fahrradträger versteckt, wie wir bei der Einweisung durch den Händler zwischenzeitlich erfahren haben. Aber drei Fahrräder in der Garage ? Plus Campingmöbel, Wasserschläuche, Auffahrkeile und alles andere, was da sonst noch rein muß ? Nicht hinzukriegen. Also erneute Planänderung: die Fahrräder bleiben im VW Bus und während dieses ohnehin nicht so langen Kurzurlaubs wird eben aufs Fahrrad fahren verzichtet. Und mit dieser neuen Erkenntnis geht es jetzt auch plötzlich ganz schnell voran und ehe wir uns versehen, befinden wir uns auf der A 29 Richtung Nordseeküste.

 

Das Wetter wird immer trüber je weiter wir nach Norden kommen und ein schöner Nieselregen hat eingesetzt, als wir nach mehreren Staus von der Autobahn abfahren. Nach einem schnellen Einkauf im Supermarkt steuern wir den ausgesuchten Wohnmobilstellplatz in Horumersiel am Hafen an - müssen aber feststellen, das dort inzwischen alle Plätze belegt sind und wir weiterfahren müssen. Also schnell die Stellplatzapp befragt und wir fahren zurück nach Hooksiel, wo wir zum Glück auch noch einen freien Platz bekommen.

 

Umgeben von Deichen und Schafen können wir nun endlich etwas Kochen um unseren Hunger zu stillen. Und so sitzen wir gemütlich im Wohnmobil und genießen den Abend beim Fernsehen. An Rausgehen ist nicht mehr zu denken - es regnet und stürmt und drinnen ist es einfach viel schöner.

 

Aufregend wird es erst wieder, als wir im Bett liegen. Das liegt aber an dem Grundriss dieses Wohnmobils, das wir uns hier zum Testen ausgesucht haben. Wir haben dieses Mal nämlich kein Festbett, sondern lediglich ein Hubbett, das man über der Sitzgruppe zum Schlafen hinunter lassen kann. Und das wackelt und wackelt - bei jedem Umdrehen wackelt und klappert es....ob uns das wohl auf Dauer gefällt ?

 

Der nächste Morgen kommt und der erste Blick aus dem Fenster zeigt bereits: das Wetter hat sich nicht verbessert und keine Lust auf uns. Nachdem wir uns also sortiert haben und alles wieder umgebaut und weggeräumt ist (das Hubbett muss ja wieder an die Decke gefahren werden, damit der Frühstückstisch gedeckt werden kann) beschließen wir, einfach mal ein Stück an der Küste entlang zu fahren und zu sehen, wann es wo vielleicht besser wird.

 

Das passiert tatsächlich, und zwar, als wir uns Bensersiel nähern und so beschließen wir auch gleich, den nächsten Platz anzusteuern und dort zu bleiben. Und zum Glück bekommen wir auch noch einen von drei freien Plätzen auf dem örtlichen Campingplatz - zwar nur für eine Nacht, aber immerhin.

 

Hier geht es bald weiter ♥